Donnerstag, 23. Oktober 2014

Review: Strickliesel - Der Film

Strickliesel - Der Film


Die Shock Film Corporation aus Erlangen schlägt schon wieder zu. Nach dem Auftakt der anstehenden Trilogie in Form des Football Killers (Review), ist nun auch der zweite Teil fertig und dies sogar in Hypnorama, was das genau ist, dazu kommen wir noch. Strickliesel – Der Film, heißt das gute Stück und wer hier jetzt einen ganz normalen Film erwartet, der weißt wohl noch nicht, wofür die Shock Film Corporation Erlangen steht, denn normal ist hier gar nichts, von der Idee über den Film an sich, bis hin zu den Schauspielern. Doch kann der Film überzeugen, oder sollte man die Liesel lieber liegen lassen? 

Die Strickliesel ist eine gezeichnete Frau. Ihr Freund macht mit anderen Frauen rum, doch das lässt sich unsere Liesel nicht gefallen und so verzaubert Sie ihren Freund mit Hilfe von Madame R und der namensgebenden Strickliesel. So ist er nur noch eine gedankenlose Hülle, die zu ihrem Sklaven degradiert wird. Doch nach einigen Tagen hinterlässt der Zauber seine Spuren und so gilt es den Toten Sklaven zu entsorgen und sich ein neues Opfer zu suchen!



Das ist er also nun, der zweite Teil in der Footballkiller-Strickliesel Trilogie. Genau wie schon bei der ersten Auskopplung, enthält der gesamte Film keinerlei Dialoge. Anstatt dessen wird die Geschichte nur anhand von Bildern und der dazu passend ausgewählten Musik erzählt. Eine Geschichte die sich selbst absolut nicht ernst nimmt, denn wer kann eine Strickliesel und die Prämisse, dass diese zum gefährlichen Beschwörungsutensil umfunktioniert wird, schon ernst nehmen.

Die Schauspieler sind allesamt mit viel Spaß dabei und nicht nur einmal wirkt ihr Spiel laienhaft und unprofessionell. Doch damit konnte ja noch kein Werk aus dem Hause Shock Film glänzen und das sollte auch jedem bewusst sein, der dem Film eine Chance geben will. Was dem Film dort allerdings an der notwendigen Ernsthaftigkeit fehlt, dass macht er mit seiner grandiosen Musikauswahl wieder weg. Der Score wurde von DNS Cosmoplex und Doublebeast beigesteuert und kann wirklich auf ganzer Linie überzeugen. Selbst Mike Neun erzählt im Interview, welches als Bonus auf der DVD zu finden ist, dass man auch gut und gerne einfach die Augen schließen kann und nur den Sound auf sich wirken lassen kann. Damit hat er definitiv nicht ganz Unrecht, denn die Auswahl der Tracks, welche sogar eigens für den Film aufgenommen worden ist, kann sich wirklich sehen, bzw. hören lassen.


Ein bisschen Blut wird auch vergossen, denn die menschlichen Überreste müssen ja auch irgendwie entsorgt werden. Auch hier zeigt sich, dass bei Shock Film Corporation keine Profis am Werk sind und somit sind auch die Effekte eher trashig geraten. Kommen wir nun aber noch zum angesprochenen Hypnorama, denn dass das nicht nur ein Gag ist, zeigt sich schon im Intro. Der Film an sich soll ja auch ein abgedrehter Thriller sein und viele Kameraeinstellungen spiegeln genau das wieder. Immer wieder hat man das Gefühl in die 70er zurück versetzt worden zu sein. Fast als hätte man gerade ein paar Drogen eingeworfen, eben ein wirklicher Rausch aus Bildern und Klängen.

Fazit: Strickliesel – der Film ist genau das geworden, wofür die Shock Film Corporation Erlangen bekannt ist. Ein wildes Stück Film, was sicherlich nicht durch Professionalität und Ernsthaftigkeit überzeugt, sondern viel mehr Spaß bereitet und zu seiner trashigen Art steht. Wer mit den anderen Werken was anfangen kann, wird hier bestens unterhalten, alle anderen sollten vielleicht einen Bogen um den Film machen, oder vorher wenigstens auf Youtube ein paar der älteren Werke begutachten. Alle die mit diesem trashigen Unterhaltungsmonster ihren Spaß haben, dürfen sich schon auf den Abschluss der Trilogie freuen, in welchem dann der Footballkiller auf die Strickliesel trifft! Das kann ja nur ein episches Schundwerk der Extraklasse werden.


Zur Veröffentlichung: Wie schon beim Footballkiller, kommt auch die Strickliesel als ungepresste DVD in einer Papphülle daher. Das Bild ist dabei leider von einigen Bildfehlern geplagt. Der Ton, bzw. die Musik erklingt hingegen fehlerfrei und sehr gut abgemischt aus den heimischen Boxen. Als Bonus findet man neben dem bereits erwähnten 12 minütigen Interview, noch zwei Kurzfilme aus der Anfangszeit der Shock Film Corporation auf der Scheibe. Besonders der Sadist des Schreckens muss man dabei einfach gesehen haben, denn dieser zeigt einfach perfekt, was den Charme und die unfreiwillige Komik dieser Werke ausmacht.

Bestellt werden kann der Film via E-Mail (office@weekend-of-fear.com) für 9,-€ inkl. Versand.



Kommentare:

  1. sehr gut getroffen Herr Kro. Die Shock Film Corporation Erlangen muss Sie nun allerdings zwangsverpflichten demnächst in einer der "wüsten" Produktionen mitzuwirken um dem ganzen Treiben einen seriösen Touch zu geben.

    AntwortenLöschen
  2. ich denke die Shock Film Corporation ist und war immer seriös. Weg von der Strasse mit den Leuten die sonst nur unnütz Ihr Talent und Geld verschwenden in dunklen Spelunken..dann lieber "halbwegs" geleieteten Unfug betreiben um anschließend bei den Premieren wiederum in Spelunken Geld zu verschwenden bei den Premieren.

    AntwortenLöschen