Montag, 16. März 2015

Kurzfilm Review: Fatman - The Quark Knight

Fatman - The Quark Knight


Christopher Nolan ist für viele verantwortlich für eine der besten Superhelden Trilogien, welche man als Fan erwerben kann. Mit seinen drei Batman Filmen (Batman Begin, The Dark Knight und The Dark Knight Rises) hat er gezeigt, wie düster ein Hollywood Film sein kann und darf, ohne dabei auf einen globalen Erfolg verzichten zu müssen. Doch was hat das alles mit dem Film „Fatman – The Quark Knight“ zu tun? Eigentlich überhaupt nichts. Außer dass die Jungs sich von Nolans Werken inspiriert wurden, um dann ihre ganze eigene Version ganz im Stile von Scary Movie, Hot Shots und Co. zu entwickeln und auf die Fans loszulassen. Doch ist dabei wirklich was Sehenswertes herausgekommen oder kann man den Film nur als Quark bezeichnen? 

God Damn City wird von einem der schlimmsten Ganoven aller Zeit terrorisiert: Dem Smoker. Nur Fatman kann ihm, nach seinem Training bei Razal und seinem Stuhl, die Stirn bieten. Mit dem treuen Butler Side-Kick Alfons an seiner Seite und der Hilfe von Inspektor Garden, erklärt er dem Verbrechen den Krieg! Der Kampf hat begonnen und mit dem guten Magerquark im Gepäck ist er gewappnet, um jede Herausforderung zu bestehen!


Allein beim Schreiben der Inhaltsangabe konnte ich schon kaum noch an mich halten. Natürlich ist das Niveau sehr trashig und auch der restliche Film nimmt sich zu keinem Zeitpunkt wirklich ernst. Aber hey Hot Shots und Scary Movie waren keinen Deut besser und wir lieben sie dafür. Genauso verhält es sich auch mit Fatman, die Story ist eine einzige Persiflage auf die Arbeit von Nolan und vermischt dabei die Ereignisse aller drei Teile zu einem gekonnten Trashbrei. Sogar einige Dialoge wurden 1 zu 1 kopiert und für Fans der Nolan Trilogie, erkennt man die Fanliebe wirklich an jeder Ecke. Man kann den Film vielmehr als Huldigung verstehen, als  als simple Verarsche. Im Prinzip muss man sich eigentlich nur den Trailer anschauen, um zu wissen, ob der Film etwas für einen ist oder eben nicht.


Natürlich ist bei einem solchen Spoof eins besonders wichtig: Die Witze. Diese zünden allesamt und für Fans der Filme sind dermaßen viele Sachen auf recht eigenwillige Art interpretiert worden, dass es in jeder Minute etwas zu entdecken gibt. Leider sind einige Dialoge etwas unverständlich geraten, so konnte ich zum Beispiel einen Charakternamen überhaupt nicht verstehen und erst im Abspann habe ich dann gelesen, dass dieser Scaretowel (wer erkennt die Vorlage??) heißt. Das trübt das Gesamtvergnügen allerdings nur minimal. Immerhin bekommt man stattdessen das wohl „best-worst“ Batman Kostüm ever spendiert. 


Auch die Schauspieler können überzeugen und man merkt, dass sie mit vollem Einsatz bei der Sache sind. Besonders Fatman, herrlich unverkrampft verkörpert von David Karimi Golkar weiß zu begeistern. Wem dessen Mimik nicht reicht, der sollte sich einfach mal seine begnadete Stimme anhören, wenn er in unverkennbarer Art sagt „Ich bin Fatman!“. Denn so sieht’s nun mal aus! Frederik Braun, der zudem einer der beiden Regisseure ist, spielt den Smoker in bester Joker Manier und punktet durch seine Ausstrahlung, von der wirklich jede Szene profitiert. Auch Bane, ähhh ich meine Lame, verkörpert vom zweiten Regisseur Alexander Niemeyer bekommt einen kleinen Auftritt. Natürlich muss hier die Aussprache, welche im Original schon manchmal schwer zu verstehen war, leiden. Das aber auf eine sehr merkwürdige und schon fast groteske Art und Weise. Aber Humor ist, wenn man trotzdem lacht.


Das wahre Highlight in der Riege der Darsteller kann man in Person von Nikolai Will finden. Die Darstellung des Inspektor Garden ist von Anfang bis Ende herrlich übertrieben. Dümmlich versucht er seine Fälle zu lösen, doch im Prinzip ist er nur dazu da, um dem Zuschauer aufzuzeigen, wie unnütz er wirklich ist. Dabei gibt Will alles und man spürt, dass ihm diese Rolle wichtig ist und er sie mit einer Inbrunst spielt, die jeden Gag genauso rüberbringt, wie man es sich wünscht. Und spätestens nach dem verrücktesten Telefonat aller Zeiten, dürfte man Will wohl nie wieder vergessen.


Fazit: „Fatman – The Quark Knight“ ist ein Film, nach dessen Trailer man bereits weiß, ob der Film den eigenen Geschmack trifft, oder eben auch nicht. Für mich ein absolutes Highlight, dass zeigt, das auch Deutsche wissen, wie man einen Millionen Hit clever und charmant durch den Kakao zieht. In seinen 27 Minuten kommt keine Langeweile auf und man fiebert jeder neuen Anspielung entgegen. Anschauen und einfach nur Spaß haben! Hell yeah!


Zur Veröffentlichung: Der Film wird von den Machern selbst ist via Amazon bestellbar. Die DVD ist bedruckt, aber ungepresst.  Das Bild weiß mit einer guten Schärfe zu überzeugen und auch der Ton leistet sich, mit Ausnahme einiger Dialoge, keine Aussetzer. Zudem gibt es englische Untertitel. Beim Bonusmaterial gibt es einige Behind the Scenes Clips, einen Trailer und Outtakes zu finden.  Am Schluss der Outtakes bekommt man zudem noch einen kleinen Bonusclip spendiert und alle Fans des Jokers, dürfen sich diese auf gar keinen Fall entgehen lassen!! Was bleibt noch zu sagen außer: EVERYBODAYA!! Und jetzt: KAUFEN!











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